Fühlen Sie sich von der Digitalisierung verfolgt? Sie ist überall? Womöglich möchte Ihr Unterbewusstsein Ihnen etwas sagen: “Das machen alle  - es könnte also eine Überlegung wert sein.” Doch wo fängt man an, wenn das ganze Unternehmen aus der analogen Vergangenheit stammt? Im folgenden Artikel lesen Sie, wie Sie in sechs Schritten digital aufrüsten können und welche Vorteile Ihnen ein digitales Unternehmen bringt.

Was hält Sie noch davon ab, es zu tun? Überlisten Sie Ihren Angstgegner und schlagen Sie der digitalen Welt ein Schnippchen, indem Sie das modernste Unternehmen weit und breit aufziehen. Künftig verfolgt Sie die Digitalisierung nicht mehr - dafür versucht die Konkurrenz mit Ihnen Schritt zu halten. Und so werden Sie zum Experten:

In 6 Schritten zum digitalen Unternehmen

Jahrzehntelang sind Sie ohne umfassende Modernisierungsmaßnahmen ausgekommen. Wieso sollten Sie das ändern? Ganz einfach: Weil sich unsere Arbeits- und Geschäftswelt gerade verändert. Wer weiter auf dem Markt mitspielen will, muss die neuen Spielregeln kennen. Das bedeutet für manchen Unternehmer eine Herausforderung, es bringt aber auch viele Vorteile: Die Effizienz vieler Arbeits- und Produktionsschritte wird gesteigert und die Zufriedenheit der Mitarbeiter und Kunden wächst. Das bedeutet: Mehr Digitalisierung = höherer Gewinn. Es lohnt sich also, dem analogen Gestern den Kampf anzusagen. Und zwar so:

1. Schritt: Fragen Sie nach dem Sinn Ihres Produkts

Ist das Produkt, das Sie verkaufen noch zeitgemäß? Zum einen steckt hinter dieser Denkaufgabe die Frage, ob Sie Ihr Produkt verbessern oder modernisieren können. Die Online-Welt bietet Ihnen die Möglichkeit, auf tausende Kundenmeinungen zurückzugreifen. Lesen Sie Kommentare, Bewertungen und Kritiken und fragen Sie sich ganz konkret, welche Verbesserungen umsetzbar sind. Produzieren Sie also immer für die Nachfrage und nie deshalb, weil Sie es schon immer so gemacht haben.

Auf der anderen Seite sollten Sie auch vor der generellen Frage nicht zurückschrecken: Braucht der Markt Ihr Produkt noch? Die Musik- und Filmbranche hat es in den letzten Jahren vorgemacht: Aus produzierten und absetzbaren Produkten wurde innerhalb kürzester Zeit der größte Online-Nutzer-Service der Welt mit Marktführern wie Netflix, Amazon, Spotify und Co. Lässt sich dieses Prinzip des Online-Verleihs womöglich auf Ihr Produkt übertragen?

2. Schritt: Öffnen Sie sich neuen Technologien

Die neuen Technologien sind für die Generation der Digital Natives selbstverständlich. In Ihrem Unternehmen ist frei verfügbares Internet und WLAN die Grundlage jeder Modernisierungsmaßnahme. Ohne Netz gibt es keine Digitalisierung. Aber auch die Produktion lässt sich digital nachrüsten: Überlegen Sie, wo der Einsatz von Robotern oder 3D-Druck schon heute möglich ist. Das klingt für Sie nach Science-Fiction? Keineswegs, diese Technologien werden bald ebenso in jedes Büro und jede Werkhalle gehören wie unsere sonstigen Maschinen. Schon jetzt bietet beispielsweise Zalando die 3D-Vermessung von Schuhen an oder L’Oreal eine MakeUp-Vorschau für das eigene Gesicht mit Hilfe der Virtual Reality.

Ihr nächster Blick sollte sich auf Ihre Personalabteilung richten: Lohnt sich beispielsweise die Einrichtung von Online-Seminaren, eine Digitalisierung Ihrer Unternehmensstrategien für neue Kollegen oder die Umstellung auf Skype-Einstellungsgespräche? Ebenso wie in diesen Fällen sparen Sie auch mit Intranet, Cloud-Datenspeicherung und Drohnen Zeit-, Bürokratie- und Arbeitsaufwand. Die erstmalige Installation solcher Systeme erscheint aufwendig - letztendlich beschleunigt die Digitalisierung aber alle Prozesse Ihres Unternehmens.

Zum Bürokratieabbau zählt z.B. auch das Banking. Mitarbeiter, die Überweisungen zur Bank tragen, gehören der Vergangenheit an. Mit dem neuen Online-Banking entstehen neue Chancen für Unternehmen wie unkomplizierte Geschäftskonten von Penta und Revolut Business, die schnellen, internationalen Geldversand möglich machen. Oder die Wachstumsfinanzierung, mit der VAI seine Kunden im Aufbau Ihres Unternehmens unterstützt. Mit dieser lassen sich z.B. technologische Nachrüstungen finanzieren.

3. Schritt: Rüsten Sie personell auf

Sie müssen nicht alles selbst machen, Sie müssen nur Jemanden kennen, der sich damit auskennt. Es ist ratsam, sich als Unternehmen bei der Digitalisierung Verstärkung zu holen: Entweder in Form einer individuellen, begleitenden Beratung oder am besten durch langfristige Schaffung einer Stelle für einen Digitalexperten.

Ebenso brauchen Sie abteilungsübergreifende und projektübergreifende, neue Stellen für Mitarbeiter. Beispielsweise sollten Marketing und Produktion eng zusammenarbeiten - dies gelingt am besten durch eine Schlüsselposition. Natürlich können Sie Ihre vorhandenen Mitarbeiter stattdessen auch auf Fortbildungen schicken. Denken Sie aber daran, sich selbst von den neuen Aufgaben nicht freizumachen nach dem Motto “die jungen Leute lernen das jetzt ein Wochenende und dann ist meine Firma digital”. Bilden Sie sich weiter und sorgen Sie mit neuen, attraktiven Arbeitsmodellen dafür, dass Ihre “jungen Leute” sich im Unternehmen genauso wohlfühlen wie langjährige Mitarbeiter. Bieten Sie eine Umstellung auf flexible Arbeitszeiten, Homeoffice oder Job-Sharing an oder haben Sie den Mut zur Kürzung der Wochenstunden. In Pilotprojekten wie dem von Lasse Rheingans in Bielefeld zeigt sich bereits, dass Mitarbeiter nicht weniger arbeiten, nur weil sie es weniger Stunden pro Woche tun.

4. Schritt: Stürzen Sie sich in den Online-Markt

Marketing ist alles. Sie kamen immer wunderbar mit Broschüren und Flyern aus? Jetzt müssen Sie ganz stark sein: Das ist vorbei. Sie dürfen weiter Handzettel verteilen, aber Sie sollten nicht ausschließlich so Werbung machen. Besonders Ihre Webseite ist das Aushängeschild Ihres Unternehmens. Um diese gestalten zu können, muss Ihre Firma ein konkretes Unternehmensbild erarbeiten und kommunizieren. Dazu gehört es, sich über den USP (unique selling point) seines Produkts klar zu sein. Steht Ihre interne Kommunikation und Sie wissen genau, was Sie anbieten? Dann investieren Sie in einen guten Mediengestalter, der Ihnen ein Corporate-Design, Logos und Illustrationen entwirft, und bezahlen Sie einen Text-Experten, der sich mit SEO und Zielgruppen-Marketing auskennt. Dieser hilft Ihnen, Ihre Reichweite bei Google zu verbessern, so dass mehr Kunden aus Ihrer Zielgruppe Ihr Produkt finden.

Je nachdem, was Sie vorhaben, sollten Sie auch über die Einstellung eines Social-Media-Experten nachdenken. Sie sind doch bloß Schreiner? Das mag sein, aber wie wäre es, Ihre Tische nach Frankreich zu verkaufen? Das Netz ist der beste Ort, um seinen Kundenstamm zu erweitern. Facebook, Instagram und Co. können Ihnen zu schneller Bekanntheit verhelfen. Das Gleiche gilt für Apps, die eigens für Ihr Unternehmen kreiert wurden. Allerdings sollten Sie sich dabei professionelle Hilfe holen, um nicht am Ende anders bekannt zu werden, als Sie es wollten.

5. Schritt: Gestalten Sie Ihre Büro- und Arbeitsräume um

Wichtig ist der moderne Inhalt, nicht die Verpackung? Leider doch, beides bedingt sich gegenseitig. Wenn Sie wollen, dass gut ausgebildete Menschen bei Ihnen arbeiten, dann müssen Sie eine Mitarbeiter-freundliche Atmosphäre schaffen. Dazu zählen Nachrüstungen für Computer-Arbeitsplätze, z.B. entsprechende Lampen, Sonnenschutz, höhenverstellbare Tische und vieles mehr.

Weiter gedacht haben Sie, wenn Sie bereits Coworking-Spaces oder Hot Desks in Ihre neue Raumplanung integrieren. Mit Hot-Desks ermöglichen Sie es externen oder Teilzeit-Mitarbeitern, sich einen Arbeitsplatz zu teilen. Coworking-Spaces sind besonders für Freiberufler interessant, die vorübergehend bei Ihnen im Unternehmen arbeiten. Beide Formen der Arbeitsplatzgestaltung bringen unterschiedliche Berufsfelder zusammen, sparen Platz und ermöglichen flexible Arbeitszeitmodelle. Einen Preis für den Unternehmer des Jahres verleihen Ihnen Ihre MItarbeiter, wenn Sie neben den Büro- und Arbeitsflächen auch an Ausgleichsräume denken. Damit sind Gemeinschaftsküchen, Fitnessräume oder Chill-Areas gemeint, die immer wichtiger werden, je mehr und je länger Menschen an Bildschirmen arbeiten.

6. Schritt: Bleiben Sie neugierig!

Bestimmt freuen Sie sich schon auf den Moment, wenn die Digitalisierungsphase Ihres Unternehmens abgeschlossen ist. Diese Freude wird Ihnen in den nächsten Jahrzehnten erhalten bleiben, denn dieser Prozess endet nie. Was für manche nach einer Drohung klingt, ist für Sie vielleicht schon bald eine Chance: Versuchen Sie die zahlreichen Dateninfos, die Sie über Ihr Unternehmen und Ihre Kunden haben, immer wieder neu zu deuten. Welche Rückschlüsse lassen sich für künftige Entwicklungen ableiten? Wer bereit ist, diese Frage immer wieder neu zu denken und gleichzeitig den Markt zu beobachten, der kommt auf ungeahnte, innovative Ideen. Und diese Ideen sind der Zündstoff, der Ihre Mitarbeiter und Kunden für Ihr Unternehmen brennen lässt.

Einsteigen und abheben in die digitalen Clouds

Vorbei mit den Ausreden: Sie kennen die nötigen Schritte, haben Sie den Mut zur Erneuerung! Sehen Sie die Digitalisierung als Ihre persönliche, kleine Revolution. Kennen Sie die Reaktionen, als Menschen zum ersten Mal Eisenbahnzüge sahen? Sie hatten Angst. Heute erscheint uns das lächerlich. Es war aber durchaus nachvollziehbar: Neues ist immer gewöhnungsbedürftig. Die Vorteile sind aber klar: Sie können ohne Digitalisierung nicht im Wettbewerb bestehen. Also rein in den Zug - dank fliegender Züge können Sie bald bestimmt Ihre Konkurrenten überholen!

Und wie ist das bei Ihnen?

Die technische Aufrüstung und die personellen Umstrukturierungen erfordern starke Nerven. Welche Grundvoraussetzungen brauchen Unternehmer Ihrer Meinung nach noch, um in den Digitalisierungsprozess zu starten? Nennen Sie uns in den Kommentarspalten drei Charaktereigenschaften, ohne die kein Unternehmer der Zukunft auskommt! Wir sind gespannt auf Ihre Meinung.