Wie hat man früher ein Produkt an Kunden gebracht? Richtig, mit Werbung. Ganz altmodisch und analog mit Plakaten, Flyern und Anzeigen in der Zeitung. Seit der Erfindung von Radio und Fernsehen schließlich auch mit Werbespots und Jingles. Und durch direkte Ansprache potenzieller Kunden, am Telefon oder sogar persönlich.  Stellen wir uns zum Beispiel einen Staubsaugervertreter vor, der von Tür zu Tür zieht und sein Produkt bewirbt. Der ist, nun ja, Sie erinnern sich, in der Regel nicht besonders beliebt. Genauso wenig wie die Werbepause im Fernsehen, die man doch meistens eher nutzt, sich ein paar Snacks zu holen als dranzubleiben, um den perfekten Staubsauger zu finden.

Gut, dass es heute andere Möglichkeiten gibt. Die moderne Lösung heißt “Inbound Marketing”, auch “neues Marketing” genannt.

Heutiges Marketing läuft passiv ab: Es soll nicht mehr das Produkt zum Konsumenten, sondern der Konsument zum Produkt kommen.

Potenzielle Kunden sollen das Produkt selber finden.

Inbound Marketing: Wie funktioniert’s?

Hauptsächlich online natürlich.

Es geht darum, dass Sie Ihrer Zielgruppe etwas bieten, das sie interessiert.

So wecken Sie das Interesse potenzieller Kunden, alles andere funktioniert “ganz nebenbei”. Hier ein paar erprobte Methoden:

SEO

Das bedeutet Suchmaschinenoptimierung, also dass die eigene Website bei Google möglichst weit oben erscheint, wenn jemand nach Ihrem Produkt oder Service sucht.

Blogs

Weblogs für Unternehmen gelten als das Marketing-Tool der Zukunft. Sie liefern darin Inhalt, der Ihre Zielgruppe interessiert, unterhält und einen Mehrwert bietet. Damit bauen Sie Vertrauen auf und erwecken Sympathie - das ideale Mittel zur Kundenbindung.

Newsletter

Wenn Sie schon E-Mail-Adresse von Kunden und potenziellen Kunden haben, sind Newsletter tolle Möglichkeit, diesen im Gedächtnis zu bleiben - sogar den Klickzahlen nach 40 Prozent erfolgreicher als Facebook und Twitter. Ähnlich wie im Blog können Sie auch im Newsletter Ihre Kunden mit interessantem Inhalt fesseln oder auch Rabattaktionen anbieten, um die Kundenbindung zu verbessern.

Social Media Kampagnen

Social Media Kampagnen sind die subtilere und effektivere Version klassischer Werbung. Wenn Sie auf Facebook, Twitter, Instagram und Co. eine unterhaltsame oder spannende Geschichte um Ihr Produkt erzählen, sorgen Sie dafür, dass User diesen Inhalt teilen. Das steigert in kurzer Zeit die Bekanntheit Ihres Produkts enorm.

Das ist der einzige Aspekt des Inbound-Marketing, der sowohl online als auch offline funktioniert. Sponsored Post, auch Advertorials genannt sind die Weiterentwicklung der klassischen Werbeanzeige in Zeitungen und Zeitschriften. Ein Blog, Online- oder Printmagazin verfasst und veröffentlicht dabei gegen Bezahlung einen Post oder Artikel über Ihr Produkt.

Whitepapers

Das ist ein Infoblatt, das meist als PDF zum Download angeboten wird. Wenn Sie ein Whitepaper als Marketing-Maßnahme verwenden, stellen Sie darin am besten kurz und präzise ihr Produkt und dessen Vorteile vor. Die können Sie dann beispielsweise noch mit Fallbeispielen oder Studien veranschaulichen.

Staubsauger verkaufen 2.0: Die Vorteile von Inbound Marketing

Geringe Kosten

Im Gegensatz zu traditionellen Marketing-Methoden sind diese Maßnahmen sehr kostengünstig. Die meisten davon erfordern zwar etwas Kreativität und Know-How, dafür aber kaum Geld. Kostenpflichtige Facebook-Ads punkten damit, dass sie für wenig Geld die Zielgruppe exakt erreichen.

Wenig Streuverlust

Von Streuverlust redet man, wenn eine Marketing-Aktion ein so breites Publikum erreicht, dass einen Großteil davon das Produkt überhaupt nicht interessiert - wie zum Beispiel bei Werbung im Fernsehen oder Radio. Man hat in dem Fall also viel Zeit und Geld umsonst verpulvert. Ganz anders bei Inbound-Marketing. Dadurch, dass es passiv funktioniert, also der Kunde Ihr Produkt findet und nicht umgekehrt, erreichen Sie fast ausschließlich Ihre tatsächliche Zielgruppe.

Erfolg ist messbar

Gerade digitale Marketing-Maßnahmen bieten die Möglichkeit, den Erfolg direkt zu messen. Es ist ganz einfach, die Klickzahlen von Newslettern, Blogartikeln, und Social Media Posts zu tracken. Die beiden letzteren sind sogar interaktiv, weil Leser direkt kommentieren und diskutieren können. Sie sehen also sofort, was gut ankommt und ob Sie auf dem richtigen Weg sind!

Klingt doch viel besser, als in der Nachbarschaft zu klingeln, um Leuten Staubsauger anzudrehen, oder? Stattdessen könnten Sie als Staubsauger-Produzent zum Beispiel eine Social Media Kampagne über die Beseitigung von Hausstaubmilben durch Ihre Produkte starten. Oder mit einem Blog über die Themen Haushalt, Kochrezepte und Wohnungseinrichtung die Interessen Ihrer Zielgruppe bedienen.

Denn Sie sollen Ihre Kunden nicht nerven, sondern informieren und unterhalten!

Bleiben Sie dran: Hier im adVAIsor finden Sie bald Tipps, Tricks und Anleitungen zu den verschiedenen Methoden des Inbound Marketing.

Also: Werben Sie noch oder bloggen Sie schon?