Influencer-Marketing: So steigern Sie einfach und günstig den Traffic Ihres Online-Shops

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“Influencer” ist keine virale Infektion, sondern tatsächlich ein Beruf. Und auch wenn Sie vielleicht noch skeptisch sind: Marketing über Instagram-Influencer ist wahrscheinlich die einfachste und kostengünstigste Methode, die Besucherzahlen in Ihrem Online-Shop zu erhöhen und entsprechend mehr zu verkaufen. Dabei geht es vor allem darum, den richtigen Leuten das richtige Produkt zu zeigen – und den richtigen Influencer dazu finden Sie am besten auf Instagram.

Influencer-Marketing Schritt für Schritt erklärt

1.  Influencer finden

Nehmen wir an, Sie möchten Harry Potter-Merchandise wie T-Shirts, Tassen und ähnliches verkaufen. Geben Sie bei Instagram einfach “Harry Potter” ein und Sie werden auf jede Menge Fanseiten stoßen, die eine große Community haben. Das heißt, dass Beiträge viel geklickt, geliked und geteilt werden.

2. Engagement überprüfen

Gehen Sie auf einen Engagement Calcuator und geben Sie den Namen der Fangruppe ein. Das Tool berechnet, wie viele Kommentare und Likes die Bilder auf dessen Instagram-Account durchschnittlich haben. Das ist eine gute Möglichkeit, um herauszufinden, ob die Fans echt sind oder nicht. Der Wert sollte mindestens 2%, besser noch mehr als 3% betragen. Beachten Sie, dass er  je nach Branche und Nische variieren kann.

3. Influencer kontaktieren

Ihr nächstes Ziel ist es, eine Anzeige für Ihr Produkt für einen vernünftigen Preis auf der Seite des Influencers zu platzieren. Schicken Sie den Influencern mit guter Interaktionsrate eine kurze Nachricht – Betonung auf kurz. Besonders wichtig ist der erste Satz. Ein guter Influencer bekommt wahrscheinlich unzählige Nachrichten am Tag, deshalb ist es wichtig, dass Sie sofort deutlich machen, worauf Sie hinauswollen. Schreiben Sie beispielsweise: “Verkaufen Sie Shoutouts? Wie sind Ihre Preise?”

Wenn der Influencer antwortet, wird er Ihnen eventuell gleich einen Preis vorschlagen. Vielleicht wird er darauf hinweisen, dass man in seiner Community einen bestimmten Preis für ein bestimmtes Angebot verlangt. Der Preis richtet sich meist danach, für wie lange der Post online sein wird. Manche Influencer werden Sie stattdessen fragen, wie viel Sie bereit sind auszugeben. In dem Fall sollten Sie den Preis zunächst innerhalb einer angemessenen Preisspanne so niedrig wie möglich ansetzen, bevor Sie die Verhandlung beginnen. Behalten Sie im Hinterkopf, dass es den Influencer nichts kostet, Ihr Produkt zu posten – Sie bieten ihm also sozusagen Geld für einen geringen Aufwand an. Deshalb sind die meisten Influencer oft aufgeschlossen für Preisverhandlungen.

4. Rahmenbedingungen klären

Genau das ist auch der Grund dafür, dass Sie nie den ersten Preis akzeptieren sollten, den der Influencer vorschlägt. Es besteht fast immer eine gute Chance, dass er mit dem Preis noch runtergehen wird. Verhandeln funktioniert hier ganz klassisch wie auf dem Bazar. Der Influencer schlägt einen Preis vor, Sie einen niedrigeren und Sie einigen sich in der Mitte. Oder Sie überzeugen den Influencer von Ihrem Preisvorschlag – zum Beispiel indem Sie längerfristige Zusammenarbeit versprechen. In der Regel ist es bei einem Preisvorschlag seitens des Influencer sinnvoll, einen etwa 30% niedrigeren Preis entgegenzuhalten. Bleiben Sie trotzdem bei auf 5 gerundete Preise (15 oder 20€, nicht 18 oder 23€). Wenn Sie einen Post mit einer Dauer von 10 Stunden vorschlagen, sind die Chancen sehr groß, dass der Influencer einwilligt, weil die meisten Influencer diese Art von Angebot nicht besonders oft bekommen.

Stellen Sie in jedem Fall sicher, dass Sie immer Story, Link in der Biographie und Post zusammen kaufen – das alles sollte im vereinbarten Preis enthalten sein. Die Zahlung läuft bei Influencern meist über Paypal ab – das ist für beide Seiten der schnellste und sicherste Weg.

Tipps für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Influencern

Sie sind sich unsicher, was ein angemessener Preis ist oder trauen der ganzen Sache nicht? Hier finden Sie noch ein paar nützliche Tipps.

Wie viel Sie ausgeben sollten

Hier gibt es leider keine eindeutige Antwort, weil die Preise je nach Nische variieren. Als Faustregel gilt: zwischen 10 und 40 Euro sind normal, je nach Nische, Interaktion und Anzahl der Follower. Sie werden schnell ein Gefühl für einen angemessenen Preis entwickeln, nachdem Sie mit mehreren Influencern Kontakt hatten.

Beachten Sie: Eine Fanseite mit 200 000 Followen verlangt meist nicht das Doppelte wie eine Seite mit 100 000 – höchstens ein bisschen mehr. Es lohnt sich also, die Seiten mit möglichst vielen Followern zu kontaktieren – Ihr Traffic wird für minimal höhere Ausgaben exponentiell steigern. Starten Sie deshalb mit Seiten, die über 100 000, idealerweise 200 000 – 600 000 Follower haben. Wenn Ihre Ads gut funktionieren, können Sie sich an die noch höher frequentierten – ab einer Million – wenden.

Wann und wie oft Sie posten sollten

“Rush hour” in den sozialen Medien ist meisten zwischen 17:30 und 19 Uhr – wenn der Influencer Ihre Ad um diese Zeit postet, werden Sie besonders viele Besucher auf Ihre Seite locken. Wochenenden funktionieren generell besser als Wochentage. Der Erfahrung nach performt Mittwoch am schlechtesten.

Wenn Sie sehen, dass Ihre Ad gut performt, können Sie den Influencer nach einem größeren Deal mit Mengenrabatt fragen. Dann können Sie viel Geld sparen, wenn Sie beispielsweise 10 Shoutouts von der gleichen Person kaufen. Beginnen Sie, je nach Budget, mit einmal täglich an drei Tagen die Woche. Beurteilen Sie übrigens die Performance der Ad nach Besucherzahlen und nicht nach Umsatz – wenn Ihre Ad viel geklickt wird, die Besucher aber nichts kaufen, dann liegt das vermutlich nicht am Influencer. Stattdessen sollten Sie die Benutzerfreundlichkeit Ihres Online-Shops optimieren.

Wie Sie Betrug vermeiden

Manche Influencer kaufen Likes, um eine hohe Anzahl an Followern vorzugaukeln. Es ist oft schwer zu sagen, welche davon organisch sind und welche nicht. Das finden Sie am sichersten heraus, wenn Sie den Influencer darum bitten, Ihnen einen Screenshot davon zu schicken, der anzeigt, wie viele Views die letzte Story hatte. Die Views einer Story sind für andere User unsichtbar, deshalb gibt es kaum einen Influencer, der dafür bezahlt.

Um Betrug zu vermeiden, sollten Sie dem Influencer außerdem erst kurz vor dem anstehenden Post das Geld schicken und niemals bevor Sie eine ausdrückliche Bestätigung erhalten haben. Verwenden Sie bei Paypal auf keinen Fall die “Familie und Freunde”-Option  – dann haben Sie im Falle eines Betrugs zumindest eine geringe Chance, das Geld zurückzubekommen.

Influencer-Marketing: So steigern Sie einfach und günstig den Traffic Ihres Online-Shops
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